Kennzeichnung von PPWR-Verpackungen – EU-Sortiersymbole

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Kennzeichnung von Verpackungen gemäß PPWR – neue Recycling- und Sortiersymbole

Kennzeichnung von PPWR-Verpackungen – EU-Sortiersymbole
Kennzeichnung von PPWR-Verpackungen – EU-Sortiersymbole

Die Kennzeichnung von Verpackungen im Rahmen der PPWR soll die Art und Weise vereinheitlichen, wie Verbraucher darüber informiert werden, wie Verpackungsabfälle in der gesamten Europäischen Union ordnungsgemäß getrennt werden sollen. Die neuen Vorschriften sehen harmonisierte Piktogramme auf Verpackungen sowie entsprechende Kennzeichnungen auf Abfallbehältern, -säcken oder -containern vor. Die Europäische Kommission weist darauf hin, dass die PPWR-Verordnung zu neuen Etiketten mit klaren Informationen darüber führen soll, wie Abfälle zu sortieren sind, damit sie für die Herstellung neuer Produkte wiederverwendet werden können.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Etiketten, grafischen Entwürfe, Materialdaten, Lieferantendokumentation und Umweltverfahren ordnen müssen. Es reicht nicht aus, einfach ein beliebiges Recycling-Symbol hinzuzufügen. Die Kennzeichnung muss der tatsächlichen Zusammensetzung der Verpackung und dem künftigen EU-Format für Piktogramme entsprechen.

Warum ändert PPWR die Kennzeichnung der Verpackungen?

Bislang war die Kennzeichnung von Verpackungen in Europa uneinheitlich. Unternehmen, die auf mehreren Märkten tätig waren, mussten die nationalen Kennzeichnungssysteme, unterschiedliche Anweisungen zur Mülltrennung und die unterschiedlichen Erwartungen der Recyclingorganisationen berücksichtigen. Für den Verbraucher bedeutete dies Chaos: andere Symbole in Frankreich, andere in Italien, andere in Polen und wieder andere auf importierten Produkten.

Die PPWR soll diese Fragmentierung verringern. Angestrebt wird ein System, bei dem der Verbraucher eine einheitliche Kennzeichnung auf der Verpackung und eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Abfallbehälter sieht. Im Januar 2026 veröffentlichte die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission (JRC) einen technischen Vorschlag für harmonisierte Abfalltrennkennzeichnungen für Verpackungen und Abfallbehälter in der EU; diese Arbeiten sollen künftige Durchführungsrechtsakte zu den Artikeln 12 und 13 der PPWR unterstützen.

Die neue PPWR-Kennzeichnung soll die Entscheidung über die Mülltrennung von der Ebene der Vermutungen der Verbraucher auf die Ebene klarer, einheitlicher Anweisungen verlagern, die auf der Verpackung und dem Behälter sichtbar sind.

Was wird gemäß PPWR gekennzeichnet?

Das neue System soll in erster Linie Verpackungen für Verbraucher sowie Behälter, Säcke oder Container für die Sammlung von Verpackungsabfällen umfassen. Branchen- und Umsetzungskreise weisen darauf hin, dass die harmonisierten Etiketten auf der Materialzusammensetzung der Verpackung basieren und dabei helfen sollen, diese in den richtigen Abfallstrom zu sortieren, beispielsweise Papier, Kunststoffe, Glas oder Metall.

In der Praxis kann die Kennzeichnung unter anderem Folgendes betreffen:

– Verpackungen aus Papier und Pappe,
– Kunststoffverpackungen,
– Glasverpackungen,
– Metallverpackungen,
– Verpackungen aus mehreren Materialien,
– kompostierbare Verpackungen,
– Mehrwegverpackungen,
– E-Commerce-Verpackungen,
– Behälter, Säcke und Container für die Sammlung von Verpackungsabfällen.

Die endgültigen Piktogramme sollten jedoch nicht auf der Grundlage von Vermutungen entworfen werden. Die genauen Formate, Farben, das Layout und die Anwendungsregeln werden sich aus den Durchführungsbestimmungen und den offiziellen Spezifikationen ergeben.

Ab wann sind die neuen Recycling- und Sortiersymbole verbindlich?

Die PPWR trat im Februar 2025 in Kraft und gilt grundsätzlich ab dem 12. August 2026. Für die Anforderungen an die harmonisierte Kennzeichnung gelten jedoch gesonderte Übergangsfristen. Branchenstudien zur Umsetzung zeigen, dass Verpackungen, die ab dem 12. August 2028 auf den EU-Markt gebracht werden, eine harmonisierte Materialkennzeichnung tragen müssen, mit Ausnahmen unter anderem für Teile von Transportverpackungen und Verpackungen, die unter ein Pfandsystem fallen.

In der Praxis sollten Unternehmen den Zeitplan in drei Phasen betrachten:

EtappeWas bedeutet das für das Unternehmen?
2026Vorbereitung von Daten, Verfahren, Zuständigkeiten und Kontrollen im Zusammenhang mit Etiketten
2027–2028Aktualisierung der Grafikentwürfe nach Veröffentlichung der endgültigen Spezifikationen
ab 2028/2029Verwendung harmonisierter Kennzeichnungen gemäß der PPWR und den Durchführungsrechtsakten

Die wichtigste Schlussfolgerung: Unternehmen sollten nicht bis zum letzten Quartal vor Inkrafttreten der neuen Vorschrift warten. Eine Änderung des Etiketts kann Genehmigungen, Drucktests, die Aktualisierung der Verpackungen, den Abbau von Lagerbeständen und die Abstimmung mit B2B-Kunden erfordern.

Werden die neuen Piktogramme die nationalen Kennzeichnungen ersetzen?

Letztendlich soll die PPWR die Uneinheitlichkeit der nationalen Kennzeichnungen verringern und ein einheitliches EU-System schaffen. Die Europäische Kommission betont, dass die neuen Kennzeichnungen den Bürgern und Touristen helfen sollen, Verpackungsabfälle in der EU korrekt zu trennen.

Für Exportunternehmen ist dies von großer Bedeutung. Heutzutage muss eine Verpackung, die in mehreren Ländern verkauft wird, häufig unterschiedliche lokale Kennzeichnungsvorschriften berücksichtigen. Die Harmonisierung soll Hindernisse abbauen und den Bedarf an zahlreichen Etikettenvarianten verringern.

Das bedeutet jedoch nicht, dass alle lokalen Unterschiede in der Abfallpraxis sofort verschwinden werden. Das Sammelsystem in den einzelnen Ländern kann weiterhin nationale Elemente enthalten, doch die Kennzeichnung auf der Verpackung soll den Verbraucher einheitlicher anleiten.

Unternehmen, die ihre Produkte außerhalb Polens verkaufen, sollten die Analyse der Kennzeichnung mit die Erfüllung der Verpackungspflichten auf den EU-Märkten, da die PPWR die nationalen EPR-, Registrierungs- und Berichtspflichten nicht automatisch aufhebt.

Wie kennzeichnet man PPWR-Verpackungen – praktische Hinweise

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es am sichersten, das Unternehmen darauf vorzubereiten, die Kennzeichnung anhand von Daten und nicht anhand von Grafiken vorzunehmen. Die endgültigen Piktogramme werden noch genauer festgelegt, aber das Unternehmen sollte bereits jetzt wissen, welches Material sich tatsächlich in der Verpackung befindet.

1. Bestimme die Materialzusammensetzung der Verpackung

Der erste Schritt besteht darin, festzustellen, aus welchem Material die Verpackung besteht. Dies betrifft nicht nur das Hauptmaterial, sondern auch Etiketten, Verschlüsse, Klebstoffe, Beschichtungen, Einlagen, Sichtfenster und zusätzliche Sicherheitsvorrichtungen.

Beispiel: Eine Schachtel kann zwar als „aus Papier“ bezeichnet werden, doch wenn sie ein Kunststofffenster, eine Laminatbeschichtung und einen dauerhaften Klebstoff enthält, sollte ihre Kennzeichnung die tatsächliche Zusammensetzung nicht vereinfachen.

2. Bestimme den Abfallstrom

Das Piktogramm soll dem Verbraucher dabei helfen, die Verpackung in den richtigen Behälter zu werfen. Dazu muss das Unternehmen festlegen, welcher Abfallstrom für die jeweilige Verpackung oder deren Bestandteile vorgesehen ist.

3. Überprüfen Sie, ob die Verpackung mehrere Bestandteile enthält

Wenn eine Verpackung aus mehreren Bestandteilen besteht, sind möglicherweise genauere Anweisungen erforderlich. Beispiel: Ein Glasgefäß, ein Metallverschluss und ein Papieretikett sollten nicht als ein einziges, homogenes Material betrachtet werden.

4. Überprüfen Sie die Recyclingfähigkeit

Die Angabe der Sortierklasse ersetzt nicht die Bewertung der Recyclingfähigkeit. Eine Verpackung kann zwar den richtigen Abfallstrom angeben, aber dennoch aus Sicht des „Design for Recycling“ problematisch sein, wenn sie schwierige Beschichtungen, Laminate oder Klebstoffe enthält.

In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Überprüfung der Beschilderung mit PPWR-Audit sowie einer Analyse Multimaterial-Verpackungen.

Kennzeichnung von Verpackungen aus mehreren Materialien

Verpackungen aus mehreren Materialien werden einer der schwierigsten Bereiche sein. Der Verbraucher benötigt eine einfache Anleitung, doch das Unternehmen muss diese auf der tatsächlichen Zusammensetzung und der Art der Trennung der Bestandteile stützen.

Das größte Risiko besteht bei Verpackungen wie:

– Karton mit einem Plastikfenster,
– Papiertablett mit Kunststoffbarriere,
– Papier-Kunststoff-Laminate,
– Verpackungen aus einer Kombination aus Aluminium und Kunststoff,
– Doypack-Verpackungen, Beutel und mehrschichtige Verpackungen,
– Rohre aus verschiedenen Materialfraktionen.

In solchen Fällen sollte die Kennzeichnung auf einer technischen Bewertung beruhen und nicht auf der Marketingbezeichnung des Materials. Wenn die Verpackung wie Papier aussieht, sich beim Recycling jedoch wie ein Verbundwerkstoff verhält, kann eine falsche Kennzeichnung den Verbraucher in die Irre führen.

Das größte Risiko bei der Kennzeichnung von PPWR besteht darin, dass die einfache Angabe auf der Verpackung nicht mit der komplexen Materialzusammensetzung des Produkts übereinstimmt.

Kennzeichnung von E-Commerce-Verpackungen

Im E-Commerce sollten nicht nur die Produktverpackung, sondern auch die Versandverpackung analysiert werden: Karton, Umschlag, Klebeband, Versandetikett, Folie, Füllmaterial und Rückversandverpackung. Die PPWR gilt auch für E-Commerce-Verpackungen, und aus den technischen Unterlagen der Kommission geht hervor, dass die harmonisierte Sortierkennzeichnung den E-Commerce umfasst, allerdings einen Teil der Transportverpackungen sowie Verpackungen, die unter das Pfandsystem fallen, ausnimmt.

Der Online-Shop sollte Folgendes überprüfen:

– Sind der Karton und das Füllmaterial einheitlich gekennzeichnet,
– Behindern die Klebebänder und Etiketten nicht das Recycling,
– weiß der Kunde, wie man die Komponenten voneinander trennt,
– ob die Mehrwegverpackungen mit einer klaren Anleitung versehen sind,
– Sind die Materialdaten mit BDO und EPR übereinstimmend,
– Sind für den Verkauf ins Ausland zusätzliche Angaben erforderlich?.

In diesem Bereich empfiehlt es sich, die Beschilderung mit E-Commerce-Audit sowie einer Analyse Verpackungen im E-Commerce – BDO und LUCID.

Kennzeichnung von Mehrwegverpackungen

Mehrwegverpackungen müssen deutlich als für die Wiederverwendung bestimmt gekennzeichnet sein. Branchenquellen weisen darauf hin, dass wiederverwendbare Verpackungen eine spezielle Kennzeichnung sowie einen digitalen Datenträger, beispielsweise einen QR-Code, mit Informationen zum Wiederverwendungssystem und zu den Sammelstellen erhalten sollen.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass es nicht ausreicht, einfach „Mehrwegverpackung” anzugeben. Es muss ein System vorhanden sein: für die Rückgabe, die Reinigung, die Qualitätskontrolle, das Wiederbefüllen, die Nachverfolgung und die Information der Nutzer.

Wenn ein Unternehmen Refill- oder Reuse-Modelle einführt, sollte es die Kennzeichnung mit einer Analyse verknüpfen Kreislaufwirtschaft, da die Bezeichnung nur der sichtbare Teil des gesamten Betriebssystems sein wird.

Kennzeichnung kompostierbarer Verpackungen

Kompostierbare Verpackungen erfordern besondere Vorsicht. Verbraucher verwechseln häufig die Begriffe „biologisch abbaubar”, „kompostierbar”, „Bio” und „ökologisch”. Eine falsche Kennzeichnung kann dazu führen, dass die Verpackung in den falschen Behälter geworfen wird oder die Umwelt verschmutzt wird.

Aus den Umsetzungsstudien zum PPWR geht hervor, dass kompostierbare Verpackungen mit einem Hinweis auf ihre Kompostierbarkeit sowie mit dem Hinweis versehen werden sollen, dass sie nicht in die Umwelt gelangen dürfen.

In der Praxis sollte das Unternehmen Folgendes überprüfen:

– Ist die Verpackung industriell oder im Haushalt kompostierbar?,
– ob er über entsprechende Nachweise verfügt,
– ob das örtliche Abfallsammelsystem solches Material annimmt,
– Lässt die Angabe nicht den Eindruck entstehen, dass die Verpackung in der Natur entsorgt werden darf,
– Ist die Verwendung des Begriffs „Bio” nicht irreführend?.

Reicht ein QR-Code als Ersatz für ein Etikett aus?

QR-Codes und andere digitale Datenträger werden ein wichtiger Bestandteil des PPWR sein, man sollte jedoch nicht davon ausgehen, dass sie alle gedruckten Kennzeichnungen ersetzen werden. Studien zu den Kennzeichnungsanforderungen zeigen, dass ein Teil der Informationen digital übermittelt werden kann, bestimmte Angaben und Symbole jedoch weiterhin physisch auf der Verpackung angebracht werden müssen.

Die sicherste Vorgehensweise lautet: Ein QR-Code kann die Kennzeichnung ergänzen, sollte jedoch nicht als Standardalternative zum vorgeschriebenen Piktogramm betrachtet werden, solange in den endgültigen Durchführungsrechtsakten keine genauen Vorschriften festgelegt sind.

Ein QR-Code kann besonders nützlich sein für:

– Mehrwegverpackungen,
– Informationen zum Rückgabesystem,
– einer Bedienungsanleitung,
– Angaben zum Recyclinganteil, sofern diese angegeben werden,
– Unterlagen für B2B-Kunden,
– mehrsprachige Informationen.

Was sollte man auf Recycling-Etiketten vermeiden?

Das größte Risiko bei PPWR besteht nicht nur in fehlenden Kennzeichnungen, sondern auch in irreführenden Kennzeichnungen. Aus den Umsetzungsquellen geht hervor, dass die PPWR die Verwendung von Etiketten, Zeichen oder Symbolen einschränkt, die die Verbraucher hinsichtlich der Umwelteigenschaften der Verpackung irreführen könnten.

Unternehmen sollten Folgendes vermeiden:

– allgemeine „Öko”-Begriffe ohne Erläuterung,
– Symbole, die auf Recycling hinweisen, wenn die Verpackung schwer zu verwerten ist,
– die Verwendung mehrerer konkurrierender Marken auf einem Etikett,
– Anweisungen, die nicht mit der tatsächlichen Zusammensetzung übereinstimmen,
– die Angabe „100% recyclable” ohne technische Grundlage,
– nationale Kennzeichnungen, die mit dem künftigen EU-System in Konflikt geraten könnten,
– Grafiken, die auf Kompostierbarkeit ohne Zertifizierung hindeuten,
– Angaben zum Recyclingmaterial ohne Bestätigung des Anteils und der Herkunft.

Das Recycling-Etikett ist kein Ort für willkürliche Marketingbotschaften. Bei PPWR muss die Kennzeichnung mit dem Material, der Dokumentation und der tatsächlichen Art der Abfallentsorgung übereinstimmen.

Wie bereitet man ein Unternehmen auf die neue PPWR-Kennzeichnung vor?

Am besten beginnt man damit, die Daten zu ordnen, bevor die endgültigen Piktogramme in die grafischen Entwürfe integriert werden.

1. Erstellen Sie eine Bestandsaufnahme der Verpackungen

Das Unternehmen sollte eine Liste aller Verpackungen erstellen: Einzelverpackungen, Sammelverpackungen, Transportverpackungen, E-Commerce-Verpackungen, Mehrwegverpackungen und Werbeverpackungen. Für jede Verpackung müssen das Material, die Bestandteile, der Absatzmarkt und die derzeitigen Kennzeichnungen angegeben werden.

2. Überprüfen Sie die Materialunterlagen

Ohne Angaben des Lieferanten lässt sich die Verpackung nicht korrekt kennzeichnen. Benötigt werden Spezifikationen, Gewichte der Komponenten, Materialarten, Angaben zu Recyclinganteilen und eventuellen Beschichtungen.

3. Bewerten Sie die aktuellen Etiketten

Es muss geprüft werden, ob die derzeitigen Kennzeichnungen widersprüchlich, veraltet oder irreführend sind. Dies gilt insbesondere für Exportverpackungen, die mehrere nationale Kennzeichnungssysteme aufweisen.

4. Schaffe Platz im Layout

Die neuen Kennzeichnungen müssen in gut lesbarer Form auf der Verpackung angebracht werden. Es empfiehlt sich, bereits jetzt Platz für zukünftige Piktogramme einzuplanen, um eine kostspielige Neugestaltung des gesamten Etiketts zu vermeiden.

5. Verknüpfen Sie die Kennzeichnung mit dem Verfahren zur Freigabe von Verpackungen

Jedes neue Etikett sollte nicht nur von der Marketingabteilung, sondern auch von der für Umwelt, Compliance oder PPWR zuständigen Person genehmigt werden.

6. Aktualisieren Sie die Daten in BDO und den EPR-Systemen

Eine Änderung der Kennzeichnung ist häufig auf einen Wechsel des Materials, der Komponente oder des Lieferanten zurückzuführen. Dies kann sich auf die in BDO oder in ausländischen EPR-Systemen gemeldeten Daten auswirken. In Polen bietet die Analyse einen guten Anhaltspunkt BDO-Verpackungen, und beim Verkauf ins Ausland EU-Dienstleistungen.

7. Führen Sie vor dem Druck neuer Etiketten eine Überprüfung durch

Der teuerste Fehler ist der Druck einer großen Auflage von Verpackungen mit einer Kennzeichnung, die später geändert werden muss. Deshalb lohnt es sich, vor der Aktualisierung der Etiketten PPWR-Audit oder breiter Umweltprüfung.

Checkliste für die Marketing- und Compliance-Abteilung

Bevor man ein neues Etikett freigibt, sollte man eine einfache Checkliste durchgehen.

  1. Kennen wir die genaue Materialzusammensetzung der Verpackung?
  2. Entspricht die Kennzeichnung dem tatsächlichen Sortierstrom?
  3. Enthält die Verpackung Bestandteile, die getrennt werden müssen?
  4. Sind diese Aussagen der Umweltverbände durch Dokumente belegt?
  5. Kollidieren die verwendeten Symbole nicht mit dem künftigen EU-System?
  6. Ersetzt der QR-Code nicht Informationen, die physisch sichtbar sein sollten?
  7. Erfüllt die im Ausland verkaufte Verpackung die EPR-Anforderungen?
  8. Ist im Layout Platz für zukünftige PPWR-Piktogramme vorgesehen?
  9. Wurde das Etikett von der Compliance-Abteilung geprüft und nicht nur vom Marketing?
  10. Wurde die Änderung der Kennzeichnung mit den BDO-Unterlagen und den Lieferantendaten verknüpft?

Beispiel: Wie könnte die Einführung einer Beschilderung in einem Unternehmen aussehen?

Ein Kosmetikhersteller vertreibt seine Produkte in Polen, Deutschland und Tschechien. Die Verpackung besteht aus einer Kunststoffflasche, einem Selbstklebeetikett, einer Pumpe und einer Einzelverpackung aus Karton. Vor der Einführung von PPWR verwendete das Unternehmen mehrere Symbole: das Recycling-Zeichen, den Materialcode, eine Gebrauchsanweisung auf Polnisch sowie zusätzliche Kennzeichnungen, die von bestimmten Märkten vorgeschrieben waren.

Nach der Analyse erstellt das Unternehmen eine Übersicht über die Komponenten:

– Flasche: Kunststoff,
– Pumpe: mehrere Teile aus verschiedenen Materialien,
– Etikett: Kunststoff und Klebstoff,
– Karton: Papier/Pappe,
– Schutzfolie: Kunststoff.

Auf dieser Grundlage lässt sich ein neues Layout erstellen, das für die harmonisierten PPWR-Kennzeichnungen geeignet ist. Gleichzeitig erkennt das Unternehmen, dass das größte Problem nicht das Piktogramm selbst ist, sondern die Pumpe und das Etikett – also Komponenten, die auch die Recyclingfähigkeit beeinflussen.

Fazit: Bei der Einführung der Kennzeichnung treten häufig Konstruktionsprobleme zutage, die dem Unternehmen zuvor nicht aufgefallen waren.

Kennzeichnung und Umweltverfahren

PPWR sorgt dafür, dass die Kennzeichnung von Verpackungen zu einem festen Bestandteil des Umweltmanagements des Unternehmens wird. Sie sollte nicht ausschließlich von einem Grafiker oder einer Branding-Agentur gestaltet werden.

Das Verfahren sollte Folgendes festlegen:

– Wer genehmigt die neue Verpackung,
– Wer überprüft die Materialzusammensetzung,
– wer den Lieferanten kontaktiert,
– Wer bewertet die Umweltkennzeichnung,
– Wer ist für BDO und EPR zuständig?,
– Wer aktualisiert die Dokumentation,
– Wer verfolgt die Änderungen der Rechtsvorschriften,
– Wer archiviert die verschiedenen Versionen der Etiketten und Deklarationen?.

Falls das Unternehmen über keinen solchen Prozess verfügt, empfiehlt es sich, auf umfassende Umweltberatung für Unternehmen oder kontinuierliche Umweltbetreuung, um die Kontrolle von Verpackungen, Etiketten und Unterlagen einzuführen.

Die häufigsten Fehler von Unternehmen bei der Kennzeichnung von Verpackungen

Der erste Fehler besteht darin, ein Etikett zu entwerfen, ohne die Zusammensetzung der Verpackung zu kennen. Die grafische Gestaltung darf den Materialangaben nicht vorgreifen.

Ein weiterer Fehler ist das Kopieren von Symbolen aus anderen Märkten. Nur weil eine Kennzeichnung in Frankreich oder Italien funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass sie mit dem Zielsystem PPWR kompatibel ist.

Der dritte Fehler ist der übermäßige Gebrauch allgemeiner Umweltbegriffe. Begriffe wie „Öko”, „Bio”, „grün”, „umweltfreundlich” und ähnliche müssen belegt werden.

Der vierte Fehler besteht darin, Sammelverpackungen und den E-Commerce zu ignorieren. Die Kennzeichnung betrifft nicht nur die im Regal sichtbare Verpackung.

Der fünfte Fehler ist das Fehlen eines Genehmigungsverfahrens für Etiketten. Wenn die Abteilungen Marketing, Einkauf und Compliance nicht mit denselben Daten arbeiten, steigt das Fehlerrisiko.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Führt PPWR neue Recycling-Symbole ein?

Ja. Die PPWR soll zu einem harmonisierten Kennzeichnungssystem führen, das den Verbrauchern bei der Sortierung von Verpackungsabfällen hilft. Die neuen Etiketten sollen mit den Kennzeichnungen auf den Behältern oder Säcken für die Abfallsammlung verknüpft sein.

Ab wann ist die neue Kennzeichnung von Verpackungen vorgeschrieben?

Als Stichtag für die harmonisierte Materialkennzeichnung von Verpackungen wird meist der 12. August 2028 genannt, vorbehaltlich der Fristen, die sich aus den Durchführungsrechtsakten ergeben. Ein Teil der Anforderungen, insbesondere hinsichtlich Mehrwegverpackungen, unterliegt einem eigenen Zeitplan.

Werden auch E-Commerce-Verpackungen gekennzeichnet?

Ja, E-Commerce-Verpackungen sollten hinsichtlich ihrer Kennzeichnung, ihres Materials und der Sortieranweisungen geprüft werden. Aus den technischen Unterlagen der Kommission geht hervor, dass das System der harmonisierten Etiketten den E-Commerce umfasst, allerdings bestimmte Transportverpackungen und Verpackungen, die unter das Pfandsystem fallen, ausnimmt.

Reicht ein QR-Code als Ersatz für das Symbol auf der Verpackung aus?

Davon sollte man nicht ausgehen. Ein QR-Code kann zwar Informationen ergänzen, doch ein Teil der Kennzeichnungen muss physisch auf der Verpackung angebracht werden. Der endgültige Umfang hängt von den Durchführungsrechtsakten und der Art der Informationen ab.

Wie kennzeichnet man eine Verpackung aus mehreren Materialien?

Zunächst müssen die tatsächliche Zusammensetzung und die Möglichkeit der Trennung der Bestandteile ermittelt werden. Die Kennzeichnung sollte sich nach dem Hauptmaterial, den Zusatzkomponenten und dem entsprechenden Sortierstrom richten. Bei Verbundverpackungen empfiehlt es sich, vor der Freigabe des Etiketts eine technische Bewertung durchzuführen.

Dürfen eigene Umweltzeichen weiterhin verwendet werden?

Es ist Vorsicht geboten. Die PPWR schränkt die Verwendung von Kennzeichnungen ein, die die Verbraucher hinsichtlich der Umwelteigenschaften der Verpackung irreführen könnten. Eigene Symbole, Slogans und Angaben sollten durch Unterlagen belegt sein und nicht im Widerspruch zum harmonisierten EU-System stehen.

Führen Sie mit Eko-Pro die richtigen Umweltverfahren ein

Die Kennzeichnung von Verpackungen gemäß PPWR wird keine einfache grafische Änderung sein. Es handelt sich um einen Prozess, der Materialdaten, Lieferantenunterlagen, die Überprüfung von Etiketten, die Übereinstimmung mit BDO und EPR sowie ein internes Genehmigungsverfahren für Verpackungen erfordert.

Wenn Sie Ihr Unternehmen auf die neuen Abfalltrennungssymbole vorbereiten und Fehler auf den Etiketten vermeiden möchten, schauen Sie hier nach PPWR-Audit, Umweltprüfung oder lerne kennen Das gesamte Angebot für Unternehmen. Du kannst auch zum Reiter wechseln Kontakt zu Eko-Pro und beschreiben Sie, welche Verpackungen und Etiketten Ihr Unternehmen verwendet.