Betreiben Sie E-Commerce? Prima. Sie verpacken die Waren, kleben ein Etikett drauf und verschicken sie. Einfach, oder? Leider ist jedes Paket, das Sie versenden, aus Sicht der Umweltvorschriften eine potenzielle Landmine.
Die polnische BDO ist erst der Anfang. Wenn Sie daran denken, auf den deutschen Markt zu expandieren, müssen Sie das Schlüsselwort kennen: LUCID. In diesem Artikel erklären wir, welche Pflichten der elektronische Handel in Bezug auf die Verpackung hat und wie man legal ins Ausland versendet.
Muss ein Online-Shop in BDO sein?
Dies ist die am häufigsten gestellte Frage von E-Commerce-Unternehmern. Die Antwort ist: ja, fast sicher. Wenn Sie Waren an einen Kunden versenden, werden Sie zum „Vermarkter von Verpackungen”. Selbst wenn Sie nur gekaufte Produkte verpacken (mit Pappe, Luftpolsterfolie, Klebeband oder Füllmaterial), fallen Sie unter die Verpflichtungen der BDO.
Welche Verpflichtungen hat der elektronische Handel in Bezug auf die Verpackung?
Die Eintragung in die Abfalldatenbank (BDO) ist der erste Schritt. Aber einfach nur eine BDO-Nummer zu haben
ist nicht genug. Die wichtigsten Aufgaben des elektronischen Handels in dieser Hinsicht sind:
- Führung von Aufzeichnungen: Sie müssen genaue Aufzeichnungen über das Gewicht und die Art der Verpackungen führen, die Sie eingeben
auf den Markt bringen (z. B. wie viele kg Pappe, wie viele kg Kunststoff). - Berichterstattung: Einmal im Jahr legen Sie dem Provinzialmarschall einen Bericht über das Gewicht der eingeführten Verpackungen vor.
- Produktgebühr: Wenn Sie Ihrer Recyclingverpflichtung nicht nachkommen (was in der Praxis für ein kleines Unternehmen des elektronischen Handels bedeutet, dass Sie Recycling von einer Verwertungsorganisation „kaufen” müssen), müssen Sie einen so genannten Produktbeitrag zahlen.
Die Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen führt geradewegs zu hohen Geldstrafen. Polen E-Commerce-Verpackungsgesetz nimmt sie sehr ernst.
Elektronischer Geschäftsverkehr und die SUP-Richtlinie
Zusätzlich zu den Standard-Verpackungsverpflichtungen gibt es auch neue, die sich aus der EU-Richtlinie SUP (Single-Use Plastics) ergeben. Wenn Sie z. B. Kunststofffüllstoffe, Kunststoffbänder oder Luftpolsterumschläge für Verpackungen verwenden, müssen Sie diese Produkte zusätzlich überwachen und darüber berichten. Dies ist eine weitere Ebene der Aufzeichnung, die man leicht vergisst.
Versand ins Ausland und Verpackungskosten - hier beginnt die Treppe
Glauben Sie, weil Sie BDO in Polen haben, ist das Thema abgeschlossen? Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Verpflichtungen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) sind territorial. Das heißt, wenn Sie Waren an einen Kunden in Deutschland schicken, müssen Sie die Deutsch Verpackungsvorschriften. Beim Versand nach Frankreich - Französisch.
Sie ist grenzüberschreitende Versand- und Verpackungskosten ist die größte Herausforderung für wachsende Online-Shops.

Deutschland und obligatorische Registrierung bei LUCID
Deutschland ist das beliebteste Exportziel für den polnischen E-Commerce und hat gleichzeitig einen sehr strengen Ansatz bei den Vorschriften. Wer in Deutschland Waren an den Endverbraucher (B2C) versendet, muss sich beim zentralen Verpackungsregister, der LUCID (Zentrale Stelle Verpackungsregister).
Wer ist von der Registrierung bei LUCID betroffen?
Die Verpflichtung betrifft jede ein Unternehmer, der zum ersten Mal ein mit Waren gefülltes Paket auf den deutschen Markt bringt (dies gilt sowohl für die Produktverpackung als auch für die Versandverpackung - Karton, Klebeband, Etikett). Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie ein Paket pro Jahr oder tausend Pakete versenden.
Welche Aufgaben sind mit LUCID verbunden?
- LUCID-Registrierung: Sie ist kostenlos, aber obligatorisch, bevor das erste Paket verschickt wird.
Sie erhalten Ihre EPR-Nummer. - Unterzeichnung eines Vertrags mit dem dualen System: Sie müssen einen Vertrag mit einer der deutschen Verwertungsorganisationen (z.B. Der Grüne Punkt, Reclay) abschließen und eine Lizenzgebühr für das geschätzte Gewicht der Verpackung zahlen.
- Berichterstattung (LUCID-Bericht): Sie müssen LUCID und Ihrem dualen System regelmäßig über das Gewicht der erfassten Verpackungen berichten.
Die Nichtregistrierung bei LUCID kann zu einem Verkaufsverbot in Deutschland und zu Geldstrafen von bis zu Zehntausenden von Euro führen. Plattformen wie Amazon und eBay überprüfen aktiv, ob Verkäufer eine LUCID-Nummer haben.

Wie kann man legal versenden, ohne verrückt zu werden?
Bewirtschaftung von Verpackungsabfällen in e-Commerce wird immer komplexer. Nationale Anforderungen (BDO, SUP) sind eine Sache, aber die eigentliche Herausforderung ist die Einhaltung internationaler Vorschriften (LUCID in Deutschland, ähnliche Systeme in Frankreich, Österreich und anderen EU-Ländern).
Denken Sie daran, dass es neben der Versandverpackung noch andere spezifische Verpflichtungen gibt. Wenn Sie zum Beispiel Einkaufstaschen vermarkten, müssen Sie das wissen, wie die vermarkteten Werbespots im BDO-System zu verbuchen sind.
Fühlen Sie sich von der Anzahl der Rezepte überwältigt? Das ist normal. Die Verwaltung der Zuständigkeiten von BDOs, SUPs und EPRs erfordert Fachwissen und eine ständige Überwachung der Veränderungen. Sie betreiben E-Commerce und brauchen Unterstützung? Sehen Sie, wie unser umfassende Umweltberatung kann Ihnen helfen und es Ihnen ermöglichen, sich darauf zu konzentrieren,
Was Sie am besten können - Verkaufen.

